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Anstieg der Großhandelspreise für Strom und Gas weiter auf Rekordkurs

Die Indizes der Großhandelspreise für Strom (ÖSPI) und Gas (ÖGPI) steigen weiter
Die Indizes der Großhandelspreise für Strom (ÖSPI) und Gas (ÖGPI) steigen weiter

Die von der Österreichischen Energieagentur berechneten Indizes für Strom (ÖSPI) und Gas (ÖGPI) steigen weiter und erreichen im November jeweils neue Höchstwerte.

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im November 2021 gegenüber dem Vormonat um 10,9 % und damit so stark wie noch nie. Im Vergleich zum November des Vorjahres 2020 liegt der ÖSPI um 72,7 % höher. Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der Index im November 2021 einen Stand von 136,46 Punkten. Mit Verzögerung hinterlassen die extremen Preissteigerungen im Erdgasgroßhandel nun auch auf den Strombörsen deutliche Spuren. 

Wie bereits am 30. September veröffentlicht, steigt der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) im Oktober 2021 auf 217,01 Punkte und liegt damit im Vergleich zum Vormonat September um 30,9 % höher. Gegenüber Oktober 2020 liegt er um 425,1 % höher. Legt man die Entwicklung des ÖSPI über jene des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI), so wird das gut sichtbar“, erläutert Herbert Lechner, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur das Zusammenspiel von Strom- und Gasmarkt. Auf dem für Österreich, trotz Strompreiszonentrennung, nach wie vor relevanten „deutschen Leitmarkt“ legte die Stromproduktion in Gaskraftwerken im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 um 25 % zu. Auf Grund des Ausstiegs aus Kernenergie und Kohle ist das zumindest ein mittelfristiger Trend, der nur durch einen weiteren massiven Ausbau an erneuerbarer Erzeugung zu brechen sein wird. Auch in Österreich wurden Gaskraftwerke im ersten Halbjahr stärker eingesetzt: gegenüber 2020 um 14 %, gegenüber 2019 um 16 %. In den letzten Monaten wurde die Gasverstromung gegenüber den Vorjahren aber wieder relativ stark zurückgefahren. „Hier hilft uns unser hoher Erneuerbaren-Anteil und bestätigt den im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz vorgezeichneten Pfad nicht nur aus klimapolitischer Sicht, sondern auch als wirtschafts- und sozialpolitisch effektive Entscheidung“, so Lechner. 


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