FAQ Energiekostenzuschuss

Antworten auf die häufigsten Fragen

Die Experten der ENERGIEALLIANZ Austria beobachten das von der Bundesregierung geplante Entlastungspaket – Energiekostenzuschuss – für Unternehmen sehr genau. Von Seiten unserer Kunden haben uns dazu einige Fragen erreicht: Habe ich Anspruch? Welche Energieträger werden gefördert? Und wann fließt das Geld? Die am häufigsten gestellten Fragen beantworten wir im Folgenden.

  • Als förderungsfähige Unternehmen gelten Unternehmen, die mehr als 3 Prozent ihres Jahresumsatzes für Strom, Gas und Treibstoffe ausgeben.
  • Nicht förderungsfähige Unternehmen sind etwa energieproduzierende und mineralölverarbeitende Unternehmen oder land- und forstwirtschaftliche Produktionsunternehmen. 
  • Die 3 Prozent beziehen sich auf den letztgültigen Jahresabschluss von 2021 ODER auf den Förderzeitraum Februar bis September 2022, sofern dies von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater bestätigt wird.
  • Die Entscheidung, welcher Zeitraum als Referenzzeitraum herangezogen wird, obliegt den Unternehmen. 
  • Ausgenommen von diesem Eingangskriterium sind Betriebe bis max. 700.000 Euro Jahresumsatz.
  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 700.000 Euro müssen sich an ihren Steuerberater (bzw. Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter) wenden, um sich die "Energieintensität – Energiekosten in der Höhe von drei Prozent vom Gesamtumsatz - bestätigen zu lassen.
  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 700.000 Euro müssen nur die Mehrkosten nachweisen und nicht die Energieintensität. Es gibt auch eine Förderuntergrenze (2.000 Euro Energiekosten) und unter dieser eine Pauschalförderung. 
  • Ja - Kleinst- und Kleinbetriebe (weniger als 700.000.- € Umsatz) werden auf Basis des Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz im Rahmen eines Pauschalfördermodells gefördert.
  • Dazu werden die Energiekosten des Unternehmens 2022 herangezogen und diese sollen halbiert werden (optional: Verdoppelung der Energiekosten 2021). Davon werden 30 % pauschaliert nach Stufen gefördert.
  • Die Zuschusshöhe nach der Pauschalierung beträgt mindestens 300 Euro (dies entspricht 2.000 Euro Energiekosten) und maximal 1.800 Euro (bei 12.000 Euro Energiekosten).

Die Förderung orientiert sich am EU-Krisenrahmen und sieht insgesamt vier Förderstufen vor. Es werden damit energieintensive österreichische Unternehmen gefördert, deren jährliche Energiekosten mindestens 3 Prozent des Produktionswertes bzw. Umsatzes betragen.

Stufe 1: In der Basisstufe beträgt die Zuschuss-Untergrenze 2.000 Euro, die Obergrenze ist mit 400.000 Euro festgelegt. Jeweils die Preisdifferenz zwischen 2021 und 2022 wird mit 30 Prozent gefördert. Die Förderhöhe orientiert sich am Verbrauch 2022 bzw. an einer Hochrechnung der Daten aus 2021 (für jene, die den Verbrauch technisch nicht konkret nachweisen können). Um Doppelförderungen zu vermeiden, müssen die geförderten Unternehmen für die Einstufung als energieintensives Unternehmen und zur Höhe der Mehraufwendungen die Bestätigung einer Steuerberatung vorlegen. 

Stufe 2: Voraussetzung für den Zuschuss ist mindestens die Verdoppelung der Preise für Strom und Erdgas. In diesen Fällen werden bis zu 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs mit maximal 30 Prozent gefördert. Die maximale Förderhöhe beträgt 2 Mio. Euro pro Unternehmen. Treibstoffe werden in dieser Stufe nicht gefördert. 

Stufe 3: Die Unternehmen müssen darüber hinaus einen Betriebsverlust aufgrund der hohen Energiekosten nachweisen können. Die maximale Förderhöhe beträgt pro Unternehmen bis zu 25 Mio. Euro. 

Stufe 4: gilt für ausgewählte Branchen wie Stahl-, Zement- oder Glashersteller. Hier sind maximale Zuschüsse pro Unternehmen bis zu 50 Mio. Euro möglich. 

  • Bei Mischbetrieben (z. B. ein Elektrohandel, der auch Installationen anbietet) zählt immer der gesamte Betrieb.
  • Einzelne Teile eines Unternehmens oder Filialen können nicht gesondert Anträge stellen.
  • Bei Unternehmensgruppen wiederum muss jenes Unternehmen ansuchen, bei dem der Energieverbrauch anfällt. Es kann nicht die Konzernmuttergesellschaft für alle Töchterunternehmen beantragen.
  • Die Förderobergrenzen der einzelnen Antragsstufen gelten allerdings immer für die gesamte Unternehmensgruppe.
  • Es werden Energie-Mehrkosten vom 1. Februar 2022 bis zum 30. September 2022 gefördert.
  • Sollte die Europäische Kommission die Genehmigungsfrist über Jahresende hinaus verlängern, ist eine entsprechende Verlängerung grundsätzlich möglich.
  • Ab 7. November ist eine Vorab-Anmeldung auf der Antragsplattform "Fördermanager" des aws möglich.
  • Auszahlungen soll es aus heutiger Sicht vor Weihnachten geben.
  • Die 1,3 Milliarden Euro, die für die Förderung vorgesehen sind, werden nach dem First-Come-First-Served-Prinzip vergeben.
  • Auf Basis von wenigen Stammdaten erfolgt zunächst eine Registrierung im aws Fördermanager.
  • Diese Registrierung wird von 7.11. bis 28.11. möglich sein.
  • Unternehmen erhalten in der Folge eine Absendebestätigung und Informationen über einen Zeitraum für die formale Antragseinreichung.
  • Pro Unternehmen kann nur ein Antrag gestellt werden. Dieser muss alle förderbaren Energieformen umfassen.
  • Die formale Antragseinreichung ist grundsätzlich ab Mitte November 2022 möglich.
  • Ausgenommen sind unter anderem Unternehmen, die gemäß volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung als staatliche Einheit gelten, aber auch energieproduzierende oder mineralölverarbeitende Unternehmen sowie Unternehmen aus dem Bereich Banken- und Finanzierungswesen.
  • Gefördert werden grundsätzlich Erdgas, Strom und unter bestimmten Voraussetzungen auch Treibstoffe.
  • Die Förderung von – AdBlue, Heizöl, Pellets oder Fernwärme ist derzeit im Gesetz und für die Stufen 2 bis 4 im Beihilfenrecht nicht vorgesehen.
  • Alle aktuellen Infos bietet der Infopoint Energie für Unternehmen der WKÖ und die Förderdatenbank der WKÖ.
  • Das aws Fördermanager 2.0 - © aws - 2022 bereitet außerdem ein Excel-Tool zur Berechnung der Förderung vor, liefert Beispielberechnungen und wird FAQ veröffentlichen. Sie sollen dabei helfen, die "Förderlogik zu verstehen."
  • Für Fragen stehen Ihnen unsere Ansprechpartner in gewohnter Qualität per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

Seite teilen auf: Facebook Icon Twitter Icon WhatsApp Icon Xing Icon Linked In Icon

Folgen Sie uns auf: Xing Button LinkedIn Button Kununu Button