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Das Spiel mit den Börsen

© (c) APA/AFP/John MacDougall ( John Mac Dougall)
© (c) APA/AFP/John MacDougall ( John Mac Dougall)

Die angespannte Lage an den Gasmärkten hat weiterhin auch erhebliche Auswirkungen auf den Strommarkt. Die ungewisse Gas-Versorgungslage und die nahezu wöchentlichen Informationen zu Änderungen von Gaskapazitäten verschiedener Gazprom-Pipelines, von Wartungsarbeiten oder der Einsatzbereitschaft von Gasturbinen, treibt die europäischen Strom- und Erdgaspreise seit Monaten nahezu täglich auf neue Rekordniveaus. Das Spiel mit Informationen zur Verunsicherung der europäischen Energiebörsen funktioniert seit Monaten nahezu perfekt.

So schoss der für unsere Beschaffung relevante Base-Kontrakt Phelix DE Future für das Kalenderjahr 2023 an der Energiebörse EEX in Leipzig am 22. Juni auf 260 Euro pro MWh. In den letzten Wochen erreichten die Preise fast täglich neue Höchstwerte, um dann am Mittwoch 10. August mit 427 Euro pro MWh einen neuen vorläufigen Höchststand zu erreichen.

Diese beispiellose Preisrallye zeigt, dass die "Gaskrise" auch erhebliche Auswirkungen auf den Strommarkt hat. Je mehr Gaskraftwerke einspringen müssen, um Strom zu produzieren, desto mehr schlagen die in schwindelerregende Höhen gestiegenen Gaspreise auch beim Strompreis durch. Zuletzt - am 10. August - kostete Gas für das Kalenderjahr 2023 am Trading Hub Europe (THE) 184 Euro pro MWh. Zum Vergleich: Kurz vor Kriegsbeginn in der Ukraine kostete Gas am Handelspunkt THE für den entsprechenden Zeitraum noch um zwei Drittel weniger als heute. Allein in der vergangenen Woche ging der Cal-23-Preis um mehr als ein Viertel nach oben.

Entwicklung der Energiepreise absolut/ relativ

 


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