Energiespartipps

Energie effizient einsetzen

In Unternehmen können durch richtige Maßnahmen große Mengen an Energie eingespart werden.
Wir haben für Sie die wichtigsten Energiespartipps zusammengefasst.

 

ENERGIEEFFIZIENZ DURCH RICHTIGE BELEUCHTUNG

Durch die Erneuerung der Beleuchtungsanlage kann nicht nur der Energieverbrauch stark gesenkt, sondern auch die Ergonomie und Sicherheit können verbessert, die Instandhaltungskosten reduziert und die Entsorgungskosten verringert werden. Wenn veraltete Beleuchtungsanlagen gegen neue ausgetauscht werden, lassen sich je nach Ausgangssituation bis zu 75% der Stromkosten für Beleuchtung einsparen.

 

Konkrete Tipps:

  • Bauen Sie hocheffiziente elektronische Vorschaltgeräte ein. Diese erhöhen sowohl die Lebensdauer als auch die Lichtausbeute der Lampen.
  • Montieren Sie Aufsteckreflektoren. Diese können auch nachträglich an der Leuchtstofflampe angebracht werden. Das steigert die Lichtausbeute der Leuchte deutlich. Die benötigte Beleuchtungsstärke kann durch weniger Lampen erzeugt werden. Die übrigen Lampen können Sie abschalten.
  • Über den Einsatz tageslichtgesteuerter Leuchten kann die Lichtstärke auf das verfügbare Tageslicht abgestimmt werden. Für Flure, Treppenhäuser, Lagerhallen und andere wenig genutzte Räume kann ein Präsenzmelder die Beleuchtung nach einer vorwählbaren Zeit abschalten.
  • Saubere Lampen spenden mehr Licht, ein Arbeitsplatz in der Nähe des Fensters benötigt weniger künstliches Licht. Weiße Wände schaffen eine Grundhelligkeit.
  • Oft benötigen Sie keine Deckenbeleuchtung, wenn Sie eine Arbeitsplatzbeleuchtung verwenden.
  • Rüsten Sie Ihre Leuchtmittel auf LED um. LED sind rund 80% energiesparender als Glühbirnen.
  • Falls Sie noch Halogenlampen verwenden, beachten Sie, dass diese nur dann keinen Strom verbrauchen, wenn der Trafo vollständig abgeschaltet ist.
DRUCKLUFTSYSTEME MIT EINSPARPOTENZIAL

Sie betreiben eine Druckluftanlage? Dort lassen sich durchaus Kosten- und Energieeinsparungen realisieren. Schließlich kann der Stromverbrauch für Druckluftanlagen bis zu 20% am Gesamtenergieverbrauch im Betrieb ausmachen. Sie können zwischen 5 und 50% Energie einsparen, wobei die meisten Effizienzmaßnahmen sich in einer Zeitspanne von zwei Jahren amortisieren, was wirtschaftlich sehr attraktiv ist. 

 

Konkrete Tipps:

  • Überprüfen Sie regelmäßig auf Leckagen (z.B. außerhalb der Betriebszeiten durch die Anlage gehen und auf Pfeifgeräusche achten). Leckagen führen zu einem wesentlichen Verlust des Wirkungsgrades.
  • Passen Sie Ihre Anlage an den tatsächlichen Bedarf an. Dabei sollten Sie nur den kurz- oder mittelfristigen Bedarf berücksichtigen. Lassen Sie langfristige Planungen außer Acht.
  • Mit der richtigen Verteilung der Druckluft können Sie eine erhebliche Menge an Energie einsparen.
  • Mit der Auswahl des richtigen Verdichters lassen sich die Energieverbräuche entscheidend senken. Es lässt sich keine generelle Aussage darüber treffen, welcher Verdichter für die Drucklufterzeugung am besten ist. Dies bedeutet aber nicht, dass es gleichgültig wäre, welcher Verdichter gewählt wird. Unterschiedliche Verdichter-Bauarten und -Ausführungen können erhebliche Unterschiede in den mit ihnen verbundenen Kosten mit sich bringen.
  • Der Wirkungsgrad von Druckluftsystemen liegt bei weitem nicht bei 100%. Ein großer Teil der „verlorenen“ Energie fällt in Form von Wärme an. Diese könnte aber im Betrieb nutzbar sein.
  • Konzipieren Sie die Anschlussstellen als Teil der Gesamtanlage. Energievernichter sind zum Beispiel große Querschnittstoleranzen, mehr Kupplungen als notwendig und falsch dimensionierte Schlauchdurchmesser.
  • Druckluftanlagen können mit Schaltuhren an den wirklichen Bedarf angepasst werden; das hilft, Energieverbrauch und Lärm zu verringern.
PUMPENSYSTEME: AUCH HIER KÖNNEN SIE EINSPAREN

Energieeffizienzsteigerungen zahlen sich hier unabhängig von der Branchenzugehörigkeit und der Größe des Unternehmens aus. Im Durchschnitt können Unternehmen den Stromverbrauch für ihre Pumpen um zirka 30% reduzieren.

Konkrete Tipps:

  • Eine gute Anlagenplanung kann Energieverluste reduzieren.
  • Wählen Sie das passende Produktionsverfahren.
  • Auch die Wahl des Aufstellungsortes oder die Einstellung von Prozessparametern kann die Energieeffizienz erhöhen.
  • Hohe Wirkungsgrade erzielen Sie durch möglichst wenige Stationen, bei denen ein Teil der Energie verloren geht, bevor die eigentlich sinnvolle Arbeit verrichtet werden kann.
  • Auch der Einsatz eines Frequenzumrichters kann in manchen Pumpensystemen die höchstmöglichen Energieeinsparungen erzielen. Denn durch den Einsatz des Frequenzumrichters wird das Regelventil überflüssig. Durch den Frequenzumrichter verschlechtert sich zwar der Wirkungsgrad des Antriebs, jener von Pumpe und Rohrleitung verbessert sich aber so stark, dass es insgesamt beim Energieverbrauch zu einer Reduktion von bis zu 30% kommen kann.
KÄLTETECHNIK: ERHEBLICHE EINSPARPOTENZIALE

Hier gibt es viele Möglichkeiten, um den Verbrauch zu senken. Einige Maßnahmen benötigen sogar nur eine Zeitspanne von zwei Jahren, um sich zu amortisieren. Das ist wirtschaftlich sehr attraktiv für Unternehmen.


Konkrete Tipps:

  • Minimieren Sie den Kältebedarf – bei minus 18 Grad wird rund ein Viertel weniger Energie verbraucht als bei minus 23 Grad.
  • Prozessgestaltung: Eine sinnvolle Lagerordnung verkürzt den Aufenthalt im Kälteräumen und damit das Offenstehen der Türen.
  • Tiefgefrorenes Gut sollte am besten in Kühlräumen aufgetaut werden.
  • In gekühlten Räumen sollte eine Beleuchtung nur bei Bedarf eingesetzt werden, denn sie verursacht Wärme. LED oder Leuchtstoffröhren bieten hier doppeltes Einsparpotenzial.
  • Schalten Sie Kältemöbel bei Nichtgebrauch aus oder decken Sie sie ab und optimieren Sie die Abtauzeiten.
  • Wird in der Nähe dauerhaft Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau benötigt? Dann können Sie eine Rückgewinnung der Abwärme vornehmen. Vergleichen Sie die möglichen Maximalleistungen der verschiedenen Systemkomponenten in Ihrer Anlage, um herauszufinden, wo sich Engpässe befinden und wo die Komponenten nicht gut aufeinander abgestimmt sind.
SPAREN BEI DER LUFTTECHNIK

Prozesslufttechnik erzeugt besondere Luftqualitäten im Produktionsprozess. Viele Unternehmen können schon nach weniger als zwei Jahren Amortisationszeit von den Effizienzmaßnahmen profitieren. Somit sind diese Maßnahmen sehr attraktiv für Unternehmen.

 

Konkrete Tipps:

  • Stellen Sie Ihren tatsächlichen Luftbedarf genau fest. Denn davon hängt nicht nur der Energiebedarf für den Lufttransport ab, sondern auch der Energiebedarf und die erforderliche Größe der Komponenten der Aufbereitung.
  • Die Aufbereitung der Luft ist der zweite große Energieverbrauchsfaktor. Vom Volumenstrom und dem Zusammenspiel von freier und erzwungener Lüftung hängt die erforderliche Leistung ab. 
  • Ebenso ist entscheidend, wie stark die Luft überhaupt konditioniert werden soll. Energieverbräuche für die Konditionierung der Luft lassen sich durch die Nutzung von Abwärme aus Produktionsprozessen bzw. durch die Rückgewinnung von Wärme aus der Abluft reduzieren.
  • Prüfen Sie, ob zu bestimmten Jahreszeiten die Lüftungsanlage sinnvoll durch eine freie Lüftung ergänzt werden kann.
FÖRDERTECHNIK – AUCH HIER KÖNNEN SIE GELD UND ENERGIE SPAREN

Hier gibt es viele Möglichkeiten, mit denen man effiziente Maßnahmen zur Energie- und Kosteneinsparung setzen kann. Fast 100% der fördertechnischen Systeme brauchen elektrischen Strom für den Betrieb. Vor allem kann man den Stromverbrauch bei den elektromotorischen Antrieben mit entsprechenden Energieeffizienzmaßnahmen deutlich reduzieren. 

 

Konkrete Tipps:

  • Achten Sie schon in der Planungsphase auf die Optimierung des gesamten Antriebsstranges.
  • Verwenden Sie richtig dimensionierte Motoren.
  • Achten Sie auf eine hohe Auslastung. ­
ELEKTRISCHE MOTOREN UND ANTRIEBSSYSTEME

Die Energieeffizienz elektrisch angetriebener Systeme kann auf wirtschaftlichem Weg um 20 bis 30% verbessert werden. Gut geplante und betriebene Antriebssysteme können mehr als die reinen Energieverbrauchsersparnisse bringen und für eine bessere Auslastung der Anlagen und mehr Produktionsqualität mit geringeren Ausschussquoten sorgen.

 

Konkrete Tipps:

  • Durch Reduktion der Verluste in den Wicklungen können Sie Energie einsparen. Dies kann durch Vergrößerung des Leiterquerschnitts oder durch geeignete Verbesserungen der Wickeltechnik erreicht werden.
  • Der Einsatz eines Dynamobleches mit verbesserten magnetischen Eigenschaften bringt viel an Energieeffizienz.
  • Verbessern Sie die Luftführung im Motor, dadurch sparen Sie Energie.
  • Achten Sie auf eine regelmäßige Wartung. Gut gewartete Geräte verbrauchen oft weniger Energie.
  • Denken Sie beim Abschalten der Maschinen auch an Zusatzgeräte und kleine Apparate.
  • Die Leistungskosten sinken, wenn möglichst wenige Großverbraucher zur selben Zeit laufen. Wenn möglich: im Niedertarifbereich produzieren.
ENERGIEMANAGEMENT

Energiemanagement hilft, den Energieverbrauch in Ihrem Unternehmen systematisch zu senken und damit auch die Kosten systematisch zu verringern. Energiemanagement ist eine strategische Entscheidung und muss von der Geschäftsleitung initiiert und getragen werden. Alle Unternehmensbereiche sind bei Analyse, Planung und Umsetzung der Maßnahmen einzubeziehen. Energiemanagement ist ein laufender und systematischer Verbesserungsprozess. In regelmäßigen Abständen müssen neue Ziele definiert und umgesetzt werden.

 

Konkrete Tipps:

  • Die Koordination von Vorhaltezeiten und Temperaturen Ihrer Infrastruktur wie Heizung, Lüftung, Kälte und Wasser lohnt sich.
  • Bei Effizienzschulungen können Mitarbeiter lernen, wie sie bewusster mit Energie umgehen, das Bewusstsein wird geschärft.
  • Vielleicht ist auch die eine oder andere Anregung zum Energiesparen dabei. Eine ausgelobte Prämie trägt dazu bei, dass sich die Mitarbeiter mit dem Thema auseinandersetzen.
VERKAUFSRÄUME – SUPERMÄRKTE
  • Investieren Sie in einen funktionsfähigen Sonnenschutz, denn Raumklimaanlagen, Kühl- und Gefrierschränke oder Verkaufsvitrinen können so effizienter arbeiten. Kühltruhen und -theken mit Türen und Abdeckungen verschließen – das reduziert den Energieverbrauch und schont die Ware, die so keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. 
  • Wenn Sie Warenpräsentationsflächen nicht brauchen, schalten Sie sie aus. Es lohnt sich. Das neuerliche Aufheizen verbraucht normalerweise weniger Energie als der Bereitschaftsbetrieb.
  • Wenn Sie die Eingangstüren offen haben, schalten Sie Raumklimaanlagen aus.
  • Umwelttipp: Verwenden Sie als Kältemittel das umweltfreundliche nicht fossile CO2. Es ist effizient, ungiftig und der Treibhauseffekt wird nicht gefördert. 
  • Die warme Abluft, die bei der Kühlung entsteht, kann mit Wärmetauschern zurückgeführt und zum Heizen des Supermarktes verwendet werden.
  • Wenn Sie Tageslicht nutzen, können Sie die Intensität der Beleuchtung nach der Tageszeit ausrichten. Ein Beispiel wäre eine Glaskuppel im Dach, diese bringt Tageslicht in den Verkaufsraum.
  • Durch den Einsatz von LED-Lampen wird – im Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung – nur noch ein Bruchteil der Energie verbraucht.
ENERGIESPARTIPPS FÜRS BÜRO

Bei der täglichen Arbeit im Büro finden sich erhebliche Einsparungspotenziale in puncto Energie. Sehr oft lassen sich mit einfachen Verhaltensänderungen spürbare Reduktionen des Energieverbrauchs erzielen. Durch eine effiziente Bedienung verschiedener Bürogeräte können Sie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

Tipps für Bürogeräte:

  • Wählen Sie beim Kauf von Bürogeräten Modelle mit niedrigen Verbrauchs- und Leistungswerten im Betrieb und Standby-Modus. Oftmals amortisiert sich ein etwas teurerer Anschaffungspreis durch einen geringeren Verbrauch.
  • Geräte, die regelmäßig gewartet sind, verbrauchen oft weniger Energie, denn schadhafte Dichtungen, verstopfte Filter oder auch Verkalkungen können den Verbrauch in die Höhe schrauben.
  • Stellen Sie mit geeigneten Schaltern wie z.B. einer Steckdosenleiste sicher, dass die Geräte außerhalb der Betriebszeiten nach Möglichkeit vom Netz getrennt sind.

 

Tipps für den Computer:

  • Schaltbare Mehrfach- oder Funksteckdosen sowie Zeitschaltuhren helfen Kosten für Stand-by-Zeiten zu vermeiden.
  • Schalten Sie Ihren PC oder Ihr Notebook außerhalb der Betriebszeiten aus.
  • Nutzen Sie die Stromsparfunktion Ihres PCs und konfigurieren Sie das Powermanagement richtig. Folgende Einstellung ist beispielsweise empfehlenswert: Ruhezustand: nach 15 Minuten. Das bedeutet, dass Ihr Rechner nach einer Pause, die länger als 15 Minuten dauert, in den Ruhezustand versetzt wird.
  • Schalten Sie den Bildschirm schon bei kleineren Arbeitspausen aus. Wenn Sie den Monitor wieder einschalten, erscheint das gleiche Bild, mit dem Sie aufgehört haben. Deaktivieren Sie den Bildschirmschoner, besonders, wenn er bunt und animiert ist.

 

Tipps für den Drucker:

  • Schalten Sie Ihren Arbeitsplatzdrucker erst dann ein, wenn Sie ihn tatsächlich benötigen. 
  • Durch eine schaltbare Steckdosenleiste oder ein spezielles Vorschaltgerät ist es möglich, Drucker, Scanner oder andere Geräte vollständig vom Stromnetz zu trennen, um den Stromverbrauch auf Null zu setzen. 
  • Sparen Sie Papier!

 

Tipps für die Bürobeleuchtung:

  • Nutzen Sie das Tageslicht! 
  • Schalten Sie die künstliche Bürobeleuchtung bei ausreichendem Tageslicht konsequent ab.
  • Verwenden Sie eine Schreibtischlampe mit einer Energiesparlampe. Diese verbraucht deutlich weniger Strom als eine für Büros übliche Deckenbeleuchtung.
  • Achten Sie generell auf die Verwendung von Energiesparlampen in den Büroräumlichkeiten. Diese bergen ein hohes Einsparpotenzial. Mit dem Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen lässt sich der Stromverbrauch um bis zu 80 bzw. 90% reduzieren.
  • Räume, in denen keine dauerhafte Beleuchtung notwendig ist, sollten mit einem Bewegungsmelder ausgestattet werden. Damit werden die Räume nur dann beleuchtet, wenn es erforderlich ist.

 

Tipps für das Raumklima:

  • Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 % sind ideale Bedingungen.
  • In klimatisierten und beheizten Büros gilt: Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
  • Die Belüftung erfolgt am besten durch so genannte Stoßlüftung, das kurzzeitige Öffnen aller Fenster bei abgeschalteter Heizung. Dauerhaft gekippte Fenster sind nicht effizient.
  • Reinigen Sie regelmäßig die Heizkörper und achten Sie, dass sie nicht verstellt sind und so gut Wärme abgeben können.
  • Klimatechniker können den tatsächlichen Bedarf der Klimaanlage anpassen, wenn sie die Nutzungszeiten und Nutzungsweisen der Räume kennen.
  • In Unternehmen mit hohem Publikumsverkehr helfen automatische Türschließer, Energie zu sparen.

Ansprechpartner

Sie haben noch weitere Fragen? Gerne stehen Ihnen unsere Expertinnen zur Verfügung.

Sophie Wolschek

Sophie Wolschek
Leitung Produktmanagement und Energieeffizienz

+43 1 904 10-13614
Simone-Frey

Simone Frey
Produktmanagement und Energieeffizienz

+43 1 904 10-13616

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