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08.05.2018

Tanken wieder teurer, Preis für Öl auf Drei-Jahres-Hoch

US-Drohungen gegen den Iran lassen den Ölpreis auf ein Dreieinhalb-Jahreshoch klettern. Haushaltsenergie wurde leicht teurer.

Wien-Erdöl ist derzeit wieder so teuer wie vor knapp 3,5 Jahren. Autofahrer müssen sich damit wieder an höhere Treibstoffpreise gewöhnen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete Montagfrüh 75,65 US-Dollar (63,21 Euro).Das sind 78 Cent mehr als am Freitag und gut 50 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Grund dafür sind weitere Ausfälle beim größten Erdöllieferanten Venezuela und drohende Sanktionen der USA gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump wirft dem Land den Bruch des Atomabkommens vor. Auch wenn der Erdölpreis damit noch weit entfernt ist von den Spitzenpreisen von knapp 120 Euro pro Barrel im Jahr 2014, mussten Autofahrer in den vergangenen Monaten wieder tiefer in die Tasche greifen.

Nach dem Tiefstand des Erdölpreises zum Jahresbeginn 2016 mit knapp 30 Dollar pro Barrel ist der Erdölpreis seither um 150 Prozent gestiegen. Die Dieselpreise sind laut finanzen.at im selben Zeitraum von 94 Cent pro Liter auf durchschnittlich 1,24 Euro geklettert. Der Preis für Superbenzin hat von 1,16 Euro um 24 Cent auf 1,40 Euro zugelegt.

Deutlich gestiegen sind auch die Heizölpreise. Kosteten 100 Liter Anfang 2016 noch rund 46 Euro, zahlt man für dieselbe Menge aktuell laut heizöl24.at gut 30 Euro mehr.

Insgesamt legten die Preise für Haushaltsenergie im Februar im Vergleich zum Vorjahr mit 0,2 Prozent nur leicht zu, berichtet die Energieagentur. Die größten Preissteigerungen gab es bei Brennholz, Fernwärme, Pellets und Diesel. Gas war deutlich billiger. Im Vergleich zum Jänner sanken die Preise um 0,6 Prozent.

Heizöl war im Februar 2018 um 0,5 Prozent teurer als im Februar 2017. Im Vergleich zum Vormonat Jänner gab es aber einen Preisrückgang um 3,6 Prozent. "Gegen Ende der Heizsaison können wir vor allem beim Heizöl bereits einen Preisrückgang beobachten, auch bei den Treibstoffpreisen ist eine leichte Entspannung zu sehen",so Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann laut Mitteilung.

Die Treibstoffpreise stiegen laut Energiepreisindex (EPI) im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent. Diesel war um 1,3 Prozent teurer, Superbenzin um 0,4 Prozent.

Fernwärme kostete um 1,7 Prozent mehr als im Februar 2017. Gas war um 5,9 Prozent billiger. Strom kostete um 0,4 Prozent weniger. (ecke, APA)

Die Preise für eine volle Tankladung haben in den vergangenen Monaten wieder deutlich angezogen.

Foto: iStock

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