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05.03.2018

Konflikt zwischen Gazprom und Naftogaz: Russland beruhigt EU

Nach der Ankündigung des russischen Gazprom-Konzerns, eine Auflösung seines Vertrags mit Naftogaz Ukrajina anzustreben, hat Russlands Energieminister Aleksandr Nowak am Wochenende negative Auswirkungen für Gazprom-Kunden in der EU gegenüber dem für Energiefragen zuständigen EU-Kommissar Maros Sefcovic ausgeschlossen. Dies folgt aus einer Pressemitteilung des russischen Energieministeriums.

Minister Nowak habe in einem Telefongespräch mit Sefcovic versichert, der Transit von Gas aus Russland nach Europa nicht bedroht sei und gleich zuverlässig wie auch in der Vergangenheit bleiben werde. "Bis zur Auflösung des Vertrags zwischen Gazprom und Naftogaz auf gerichtlichem Weg gibt es keinerlei Bedrohung für den Transit durch die Ukraine", unterstrich Nowak.

Sefcovic habe zuvor seinen russischen Gesprächspartner über die aktuelle Besorgnis der Ukraine informiert, hieß es in der Mitteilung. Der russische Minister und der EU-Kommissar seien jedenfalls übereingekommen, eng weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Als Reaktion auf die Entscheidung des internationalen Schiedsgerichts in Stockholm, das zugunsten des ukrainischen Gaskonzern Naftogaz geurteilt hatte, hatte Gazprom-Chef Aleksej Miller am Freitag angekündigt, eine Auflösung des bis 2019 laufenden Liefer- und Transitvertrags zwischen Gazprom und Naftogaz vor dem Schiedsgericht einzuleiten. "Wir sind kategorisch dagegen, dass auf unsere Kosten ökonomische Probleme der Ukraine gelöst werden. In dieser Situation wäre die Fortsetzung der Verträge für Gazprom wirtschaftlich nicht zweckmäßig und zu unserem Nachteil", hatte Miller vor Journalisten in St. Petersburg erklärt.

Die Stockholmer Schiedsrichter hatten zuvor Gazprom zu einer Zahlung von umgerechnet mehr als 2 Mrd. Euro an den ukrainischen Konzern Naftogaz und die Ukraine zum Ankauf von mindestens fünf Milliarden Kubikmeter russischen Erdgases im Jahr 2018 verpflichtet. Gazprom lehnte am Donnerstag die Lieferung von Erdgas an Naftogaz ab und sorgte damit für einen merklichen Engpass in der Ukraine, der unter durch kurzfristige Lieferungen aus Polen sowie und durch drastische Energiemaßnahmen überwunden werden sollte. "Die kritische Situation, die durch den Versuch von Russland und Gazprom entstanden ist, ihre vertraglichen Verpflichtungen bei Gaslieferungen in die Ukraine nicht einzuhalten, ist bereits überwunden", beruhigte jedoch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko noch am Samstag die Öffentlichkeit seines Landes.

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