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11.09.2017

Genug Strom für E-Mobilität

Laut dem Klima-und Energiefonds ist der erhöhte Strombedarf für den Wechsel auf E-Mobilität abdeckbar.

Der Umstieg auf ein abgasfreies E-Auto senke nicht nur die Belastung für Klima und Gesundheit, sondern schone letztlich auch die Geldbörse, so das Ergebnis des "Faktencheck E-Mobilität",herausgegeben vom Klima-und Energiefonds und VCÖ. E-Auto-Besitzer sparen demnach im Schnitt 500 bis 600 Euro pro Jahr an Spritkosten. Auch die laufenden Kosten sind geringer. In der Produktion würden E-Autos derzeit tatsächlich mehr Energie als herkömmliche Verbrennungsmotoren verbrauchen, entscheidend sei aber der Energiemix. Gerade hier habe Österreich deutliche Vorteile gegenüber anderen Staaten. Berücksichtige man den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge inklusive Batterieproduktion, verursachen Elektrofahrzeuge gegenüber fossil betriebenen Kraftfahrzeugen um 70 bis 90 Prozent weniger CO2, nämlich statt rund 175 g pro Personenkilometer nur rund 20 g über den Fahrzeuglebenszyklus hinweg. Aufgeräumt wird mit dem Mythos, der erhöhte Strombedarf für E-Autos könne nur mit Fossil-und Atomenergie gedeckt werden. Der Umstieg auf das E-Fahrzeug gehe zwar mit einem höheren Strombedarf einher, zugleich werde aber der Gesamtenergiebedarf durch die Effizienz des Elektromotors gesenkt. Stiegen rund 20 Prozent aller Pkw in Österreich auf Elektroantrieb um-das wären 1 Million Fahrzeuge-,würde der heimische Strombedarf gegenüber dem Jetztstand rechnerisch um rund 3,6 Prozent steigen. Diese Menge sei in den kommenden Jahren relativ leicht durch neue Ökostromanlagen in Österreich abdeckbar. Laut einer Studie der TU Wien sei eine 100-prozentige Abdeckung des heimischen Strombedarfs mit erneuerbarer Energie bis 2030 umsetzbar-und das ohne signifikante Mehrkosten.

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